Umwelthandwerker 

Zukunftsperspektive Umwelthandwerker

Seit Juli 2016 werden in dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanzierten Projekt "Zukunftsperspektive Umwelthandwerker - Kompetenzfeststellung und Weiterbildung für Flüchtlinge" geflüchtete Menschen mit technischen Vorerfahrungen modellhaft qualifiziert und in höherwertige Arbeit gebracht. Die Teilnehmer, die u.a. aus Syrien, Afghanistan, Somalia und Eritrea kommen, können so beruflich in Deutschland Fuß fassen und als Fachkräfte die Energiewende in Deutschland unterstützen.

Im Rahmen des Projektes wurden zunächst 100 potentielle Teilnehmer über das Projektziel informiert und eingehend zu ihren beruflichen Perspektiven im Bereich der erneuerbaren Energien beraten. Aus diesen Gesprächen konnten nach zwei Kennenlern- und Aktionswochen insgesamt 40 Teilnehmer in zwei fünfmonatige Förder- und Aufbaukurse Umwelttechnik überführt werden.

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Ansprechpartner im ELBCAMPUS

Haiko Hörnicke
Zum Handwerkszentrum 1 
21079 Hamburg 
 

haiko.hoernicke@elbcampus.de 

Hohe Auszeichnung in Berlin für „Zukunftsperspektive Umwelthandwerker“

Das Projekt „Zukunftsperspektive Umwelthandwerker – Kompetenzfeststellung und Weiterbildung für Flüchtlinge“ wurde im Rahmen der RENN.Tage Berlin 2018 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung als „Transformationsprojekt 2018“ ausgezeichnet.

Transformationsprojekte dieser Art besitzen ein besonders großes Potential, die Gesellschaft zu verändern. Sie sind langfristig angelegt, auf andere Regionen übertragbar, verfolgen einen neuen Ansatz und fördern neues Denken. Nach Auffassung der Jury zeigt das Projekt Lösungsvorschläge, welche die Integration von Geflüchteten als Fachkräfte in Umweltberufe besonders gut und nachhaltig vollzieht – mit Modellcharakter auch für andere Regionen. 


Das Projekt wurde im Juli 2016 mit dem übergeordneten Ziel initiiert, ein übertragbares, für den Bereich der Umwelttechnik entwickeltes Modell der Kompetenzfeststellung und Weiterbildung von geflüchteten Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten zu erproben. Seit Projektstart wurden 102 Flüchtlinge intensiv und teilweise mehrfach beraten und bei 42 Teilnehmern die Kompetenzen im Bereich Umwelttechnik systematisch festgestellt, um anschließend 38 Teilnehmer in zwei aufeinander folgenden 5-monatigen Förder- und Aufbaukursen Umwelttechnik zu qualifizieren. Die Mehrheit der qualifizierten Teilnehmer wurde seitdem in hochwertige Fachqualifizierungen zu Energie- und Umwelttechnik im Handwerk oder direkt in Arbeit vermittelt, um als Fachkräfte die Energiewende in Deutschland mit zu unterstützen. Durch das Projekt werden fachliche Potenziale von Flüchtlingen erschlossen, die das Handwerk dringend benötigt, um die Energiewende umzusetzen.


Das Projekt „Zukunftsperspektive Umwelthandwerker“ wird vom Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik (ZEWU) der Handwerkskammer Hamburg  durchgeführt und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell unterstützt.
 

Zukunftsperspektive Umwelthandwerker

Projektaufbau

Neben der Vermittlung fachsprachlicher Kenntnisse waren umwelttechnische Werkstattübungen sowie Betriebsbesuche im Bereich Energie und Umwelt zentraler Bestandteil der Kurse, wie beispielsweise zum Energieberg, Stromnetz Hamburg. So haben die Teilnehmer einen Überblick über mögliche Tätigkeitsfelder im Umweltbereich erhalten und konnten erste Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern knüpfen.

Ergänzend hat das Projektteam die Teilnehmer individuell gecoacht und bei Bewerbungen unterstützt. Mit großem Erfolg: etwa die Hälfte der Teilnehmer konnte bisher in weitergehende Fachqualifizierungen zu Energie- und Umwelttechnik im Handwerk oder direkt in Arbeit vermittelt werden.

Durch Zusammenarbeit ans Ziel gelangen

Ein Schlüssel zum Erfolg war die zielgerichtete Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, den Jobcentern sowie dem NOBI Netzwerk und den Hamburger Trägern der Flüchtlingshilfe. Gleichzeitig war die Möglichkeit, Teilnehmer im Stil einer „Easy In, Easy Out-Methodik“ kurzfristig in das Projekt aufzunehmen hinsichtlich der oft schwierigen Aufenthalts- und Lebenssituation ein häufig maßgebliches Kriterium für eine erfolgreiche Teilnahme und Vermittlung.

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