Aufstiegs-BAföG

Früher hieß es Meister-BAföG, heute spricht man vom Aufstiegs-BAföG. Für einige Kurse am ELBCAMPUS steht Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen ein mächtiges Förderinstrument zu, mit dem Sie viel Geld sparen können. 

Nicht nur für werdende Meister

Wer sich weiterbildet, kann eine Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) beantragen. Nicht nur, wer einen Handwerksmeister machen will, bekommt dafür einen Forbildungszuschuss und Darlehen vom Staat. Auch andere Aufstiegsfortbildungen wie die zum Techniker oder Fachwirt sind förderwürdig. Vorausgesetzt die Fortbildung umfasst mindestens 400 Unterrichtsstunden und führt zu einem staatlich anerkannten Bildungsabschluss.

Es gilt beim Antrag einiges zu beachten. Unser Tipp: Vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch mit unserer Weiterbildungsberatung.

Fragen zur Förderung?

040 35905-777

Beratungszeiten:

Montag - Donnerstag 8.00 - 16.30 Uhr
Freitag 8.00 - 16.00 Uhr


weiterbildung@elbcampus.de

Aufstiegs-BAföG
kurz erklärt

Wer wird gefördert?

Grundsätzlich kann jeder das Fördergeld beantragen. Eine abgeschlossene Ausbildung ist keine zwingende Voraussetzung mehr, es müssen jedoch unter Umständen die in der Prüfungsordnung geforderte Berufspraxis nachgewiesen werden. Das bedeutet, das Aufstiegs-BAföG steht Ihnen auch als Abiturienten oder Studienabbrecher zu, sofern Sie ausreichend praktische Erfahrung mitbringen. Wenn Sie über einen Bachelorabschluss oder vergleichbaren Hochschulabschluss verfügen, können Sie ebenfalls Aufstiegs-BAföG beantragen. Nur bei einem höheren Abschluss (Master oder vergleichbarer Abschluss) steht Ihnen eine AFBG-Förderung leider nicht mehr zu.

Was wird gefördert?

Gefördert werden die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (maximal 15.000 Euro) sowie das in vielen Handwerksberufen notwendige Prüfungsstück (bis zur Hälfte der Kosten, maximal 2.000 Euro) – und zwar unabhängig Ihres Einkommens und Vermögens. Das Schöne dabei: 40 Prozent davon erhalten Sie als Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Für die übrige Summe wird ein zinsgünstiges Darlehen gewährt.

Wer einen Vollzeitlehrgang plant, kann außerdem Unterhaltsgeld beantragen. Das wird je nach Einkommen und Vermögen gewährt. Die Höhe richtet sich dabei nach dem Familienstand. Alleinstehende ohne Kinder erhalten zum Beispiel maximal 768 Euro pro Monat. Das Unterhaltsgeld setzt sich ebenfalls aus einem Zuschuss und einem Darlehen zusammen. Der Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, beträgt 333 Euro pro Monat. Wenn Sie einen Vollzeitlehrgang besuchen und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können Sie zudem Kindergeld beantragen. Familien und Alleinerziehende können noch weitere Zuschüsse und Darlehen beantragen. Die Details dazu erhalten Sie beim BAföG-Amt.

So reduzieren Sie die Restsumme

Wenn Sie nach Ihrer Aufstiegsqualifizierung einen Betrieb gründen oder übernehmen und auch noch sozialversicherungspflichtige Jobs oder Lehrstellen schaffen, belohnt Sie das BAföG-Amt mit einer weiteren Reduzierung der Restsumme. Pro Mitarbeiter bzw. Azubi werden 33 Prozent des Restdarlehens erlassen, das Sie für Lehrgangs-und Prüfungsgebühren aufwenden mussten. Doch Achtung: Mehr als 66 Prozent werden nicht erlassen und ein paar Bedingungen knüpft die Behörde auch noch dran. Genaue Konditionen müssen Sie bei Ihrem zuständigen BAföG-Amt erfragen.


Wichtig! Die Bearbeitungszeit kann drei bis vier Monate dauern. Beantragen Sie daher Ihr Meister-BAföG frühzeitig vor Beginn der Qualifizierung.

Im Überblick

Lehrgangskosten

  • Vermögensunabhängig
  • Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis 15.000€            
  • Zuschussanteil 40%                
  • Darlehenserlass bei Prüfungserfolg 40%
  • Bei Unternehmensgründung zusätzlicher Darlehenserlass bis zu 66%

Materialkosten Meisterstück

  • Vermögensunabhängig
  • Hälfte der Kosten bis zu 2.000€
  • Zuschussanteil 40%

Unterhalt

  • Förderung ist abhängig vom Vermögen
  • Beitrag zum Lebensunterhalt bis zu 768€ (Zuschuss bis zu 333€)
  • Weitere Zuschüsse und Darlehen für Familien und Verheiratete

Wo beantrage ich
Aufstiegs-BAföG?

Meister-BAföG müssen Sie immer dort beantragen, wo Sie gemeldet sind. Die Adressen aller BAföG-Ämter finden Sie hier.

Hamburg

Handwerkskammer Hamburg
Geschäftsstelle AFBG 
Zum Handwerkszentrum 1 
21079 Hamburg 
Tel.: 040 35905-389
Fax: 040 35905-390
afbg@hwk-hamburg.de 

Öffnungszeiten:
Di und Do 9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr
Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Mo und Mi geschlossen

Telefonische Erreichbarkeit: 
Di und Do 9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr
Fr 9.00 - 12.00 Uhr

Niedersachsen

Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) 
Günther-Wagner-Allee 12-16, 30177 Hannover 
Tel.: 0511 30031-497
Fax: 0511 3003111-481

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Schleswig-Holstein

Investitionsbank des Landes Schleswig-Holstein 
Gartenstr. 9, 24103 Kiel 
Tel.: 0431 9905-3238
Fax: 0431 9905-3353

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Darlehensabwicklung

KfW Bankengruppe Bonn (KfW)
Abteilung K II c 
Ludwig-Erhard-Platz 1-3, 53179 Bonn 
Tel.: 01801 242422
Fax: 0228 831-7718

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Welche Unterlagen muss ich einreichen?

Bei Teilzeitmaßnahmen

  • Personalausweis oder amtliche Meldebestätigung
  • Formblätter A, B und Z 
  • Rechnung über die Höhe der Lehrgangsgebühren bzw. Fortbildungsvertrag
  • Rechnungen über die Prüfungsgebühren und ggfs. Materialkosten des Prüfungsstücks (nach Erhalt)
  • Nachweise über Schul, Berufs- und ggfs. Fortbildungsabschlüsse (z. B. Realschulabschluss, Gesellenbrief, Servicetechniker)

Bei Vollzeitmaßnahmen

  • Personalausweis oder amtliche Meldebestätigung
  • Formblätter A, B und Z sowie die Anlage 1 zum Formblatt A 
  • Verheiratete zusätzlich Anlage 2 zum Formblatt A und Nachweise über das Ehegatteneinkommen des Vor-Vorjahres (z.B. Maßnahmebeginn in 2016, dann Kopien Steuerbescheid 2014)
  • Ausländer zusätzlich Anlage 3 zum Formblatt A und Passkopie/Aufenthaltsberechtigung
  • Rechnung über die Höhe der Lehrgangsgebühren bzw. Fortbildungsvertrag
  • Rechnungen über die Prüfungsgebühren und ggfs. Materialkosten des Prüfungsstücks (nach Erhalt)
  • Nachweise über Schul, Berufs- und ggfs. Fortbildungsabschlüsse (z.B. Realschulabschluss, Gesellenbrief, Ausbildereignungsprüfung)
  • Nachweise über Vermögen bei Antragstellung und Einkommen während der Maßnahme
  • Bescheinigung der Kranken- und Pflegeversicherung während der Maßnahme

Alle Formulare sind im Orginal einzureichen, alle anderen Unterlagen können in Kopie vorgelegt werden. Formulare und wichtige Hinweise, z. B. zum Datenschutz, können Sie hier herunterladen.

Sie können den Antrag zum Aufstiegs-BAföG auch ausfüllen und uns online rechtssicher zustellen (afbg@hamburg.de-mail.de). Sie benötigen dazu einen DE-Mail-Account („hohes Anmeldeniveau“), ein Handy, sowie die heruntergeladenen und ausgefüllten pdf-Dokumente des Antrags des Aufstiegs-BAföG. Weitere Infos zu DE-Mail finden Sie hier.

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