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10. November 2011
Neue Frisur mit Solarenergie

Solarzellen über dem Eingang eines Friseursalons

Der Friseursalon Göregen stellte seine Energieversorgung auf Gas-Brennwerttechnik und thermische Solarenergie um und spart seitdem viel Energie und Stromkosten. Die Modernisierung der Energie wurde zudem gefördert.

Ein 20 Jahre alter Elektrospeicher, mangelhafte, teils fehlende Isolierung und veraltete Rohrleitungen: Für Belgin Göregen und Veli Kilic stand fest: Die Technik ihres Friseursalons muss modernisiert werden. Für das Ehepaar war klar: Wenn investiert wird, dann umweltfreundlich. Die Berater des ESF-Projektes ZEWUmobil+, das aus dem Europäischen Sozialfonds ESF und von der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert wird, konnten helfen.
Beim ersten Vor-Ort-Termin erkannte ZEWUmobil+-Beraterin Regina Strößner in der Optimierung der Warmwasserbereitung das größte Potenzial. Gemeinsam mit Kilic überlegte sie, eine eigene Gasleitung von der Straße in den Salon legen zu lassen, um von Strom auf moderne Gas-Brennwerttechnik umzurüsten. Eine weitere Idee war, neben der Warmwasserbereitung über das Brennwertgerät auch die Raumbeheizung vorzunehmen. Diese erfolgte bis dahin zentral über die Heizungsanlage der Hausgemeinschaft. Außerdem regte die Projektberaterin an, auf dem rückwärtigen Dach Solarkollektoren installieren zu lassen. Damit würde die Warmwasserversorgung in den Sommermonaten überwiegend regenerativ und kostenfrei von der Sonne übernommen werden.

Förderung für Klimaschutz

Die Beraterin des ESF-Projektes ZEWUmobil+ machte Veli Kilic auf das BSU-Förderprogramm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ aufmerksam, das Investitionen in Klima- und Ressourcenschutz bezuschusst. Sie unterstützte den Betrieb auch bei der Antragstellung und stellte die nötigen Kontakte her.
Ende November 2010 konnte die neue Gas-Brennwertheizung in Betrieb genommen werden. Mit der direkten Nutzung von Erdgas statt Strom für die Warmwasserbereitung wird jetzt weniger Primärenergie verbraucht. Insgesamt spart die Umstellung auf effiziente Brennwerttechnik jährlich rund 6,2 Tonnen an CO²-Emissionen. Auch die Raumbeheizung ist durch das neue System unabhängig. Seit Ende März 2011 liefern zudem zwei an der rückwärtigen Fassade montierte Solarkollektoren mit rund fünf Quadratmetern Kollektorfläche thermische Energie in das System. Dies besteht aus einem aufeinander abgestimmten Paket aus 300 Litern Solar-Warmwasserspeicher, Gas-Bennwertgerät, Solarregler und Pumpen.
Die Solaranlage hat seit Ende März bereits 2.850 kWh Wärmeenergie geliefert. Friseursalon Görengen sparte 142,50 € an Gaskosten und verminderte seine CO²–Emissionen um 0,5 Tonnen. NordHandwerk

(Foto: Salon Göregen)


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