News
03. Juni 2011Bericht „Ausbilderseminare für Fachkräfte mit Migrationshintergrund“ vorgelegt

Eines der zentralen Themen der Handwerkskammer Hamburg ist die Bindung von Menschen mit Migrationshintergrund an das Handwerk. Dabei stehen nicht nur die Fachkräfte und Auszubildenden im Fokus, sondern ebenso die Unternehmer und Ausbilder selbst. Derzeit bilden Inhaber mit Migraionshintergrund im Handwerk nur zu sechs Prozent selber aus, deutsche Betriebe hingegen zu 20 Prozent.
Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg: „Ungefähr 30 Prozent der Betriebsinhaber im Handwerk haben einen Migrationshintergrund. Die Ergebnisse zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir können nicht nur fordern, dass Betriebe ausbilden und fehlende Fachkräfte bedauern. Wir müssen den Betriebsinhabern, gerade bei denen mit Migrationshintergrund, dafür auch praktische Hilfe anbieten.“
Aus diesem Grund hat der ELBCAMPUS, das Kompetenzentrum der Handwerkskammer Hamburg, gemeinsam mit der Lehrstellenagentur des Handwerks und dem Projekt NOBI (Norddeutsches Netzwerk zur beruflichen Integration von Migrantinnen und Migranten) sowie der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Migranten e.V. (ASM) im Jahr 2010 zwei Kurse „Ausbildung der Ausbilder“ (AdA) für Migranten erfolgreich durchgeführt und einen abschließenden Bericht vorgelegt. Gefördert wurde dieses Projekt zusätzlich vom Bundesinstitut für Berufsbildung.
Ziel des auch 2011 stattfindenden Seminars ist es, den Erwerb relevanter Kompetenzen so zu vermitteln, dass die zukünftigen Ausbilder ihre Jugendlichen gut und sicher durch die Ausbildungszeit führen. Dafür gilt es, gerade die schriftlichen und mündlichen Deutschkenntnisse zu stärken, die durchgehend am Arbeitsplatz benötigt werden. Eine Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache ist regelmäßig im Kurs (Modell des Teamteachings), erklärt schwere Fachbegriffe oder begleitet die Arbeit in Kleingruppen.
|


