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03. Dezember 2010
Mit Klimaschutz Geld verdienen

Dachdecker bei der Arbeit

Den Kunden helfen, die Energiekosten ihrer Häuser zu senken, und damit gut verdienen. Das klingt verlockend – nur wie können Handwerksbetriebe in diesen Markt einsteigen? Erste Antworten bot eine Veranstaltung der Fortbildungsinitiative.

Gerade für das Hamburger Handwerk bedeutet die energetische Modernisierung ein Auftragsvolumen in Milliardenhöhe – also ein zusätzliches Geschäftsfeld, das sich vor allem exzellent qualifizierten Handwerksbetrieben des Bau- und Ausbaugewerbes eröffnet. Die jährliche Sanierungsquote soll nach dem Willen der Bundesregierung innerhalb der nächsten Jahre auf zwei Prozent des Gebäudebestands mehr als verdoppelt werden. Der Königsweg, Eigenheime möglichst einfach energetisch fit zu machen, führt dabei über Fachfortbildungen.

Effektive Weiterbildung

Im Rahmen der Veranstaltung „Gut fürs Klima und für Ihr Geschäft“ diskutierten jetzt interessierte Betriebsinhaber dazu mit Vertretern der Fortbildungsinitiative Handwerk & Energieeffizienz im Elbcampus. Was Baufachkräfte von Weiterbildungsangeboten heute erwarten, fassten Prof. Werner Kuhlmeier und Prof. Thomas Vollmer von der Universität Hamburg zusammen. Beide beraten die Fortbildungsinitiative – ein Projekt der Handwerkskammer Hamburg mit neun Bildungsträgern der Bau- und Ausbaugewerke – im Rahmen der externen Evaluation, um Fortbildungen noch effektiver zu gestalten. Die weiteren Vorträge spannten einen Bogen vom Hamburger Klimaschutzkonzept bis hin zu konkreten Fragen, welche Einsparungen beispielsweise durch Dämmung der Gebäudehülle und neue Heizungstechnik möglich sind und wie Handwerksbetriebe davon profitieren können.
Anhand eines umgesetzten Sanierungsprojektes zeigte beispielsweise Bauingenieur Ulf Schneider, dass Dämmmaßnahmen zu Einsparungen von 4.900 Litern Heizöl pro Jahr und einem Auftragsvolumen von 50.000 € für Handwerker führten. Diese kommen dabei wegen der sogenannten Unternehmererklärung, die mit der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) greift, allerdings nicht mehr daran vorbei, sich mit den Bauteilwerten nach EnEV 2009 zu befassen.

Wärmeerzeugung nach Art des Hauses

Volle Auftragsbücher und beachtliche Einsparpotenziale bietet auch die effiziente Wärmeerzeugung. Moderne Brennwertkessel bekommen vielfältige Konkurrenz von Wärmepumpen bis zu Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die sowohl Strom als auch Wärme produzieren. In Planung, Installation und Betrieb hat jede Lösung ihre eigenen Stolperfallen, von denen Joachim Willhöft zu berichten wusste. Besonders bemerkenswert: „Eine Heizungsanlage kann nur dann Energie sparen helfen, wenn ihre Leistung auf die Dämmwerte des Gebäudes eingestellt wurde“, betonte der Bauingenieur und Heizungsbauer. Neue Möglichkeiten der Fortbildung schafft im Zentrum für Energie-, Wasser und Umwelttechnik (ZEWU) ein Solarmodul, das ein Vertreter der Signal Iduna als Spende übergab. Dr. Benno Hain, Klimaschutzkoordinator der Stadt Hamburg, verwies auf den Kurskatalog der Fortbildungsinitiative: „Mit seinen 88 Angeboten bietet der Katalog den Betrieben einen guten Überblick und Einstieg in den
Markt.“ NordHandwerk/khü/ab


Informationen und Kontakt:
Alexander Berthold
Fortbildungsinitiative Handwerk & Energieeffizienz,
Tel.: 040 35905-464
E-Mail: info@handwerk-energieeffizienz.de
Internet: www.handwerk-energieeffizienz.de


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