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07. Juli 2010
Hallenbau: Auf neuen Wegen mit Solaranlagen

Gewerbeflächen sind heute multifunktional: Sie sind flexibel in der Baugröße, können verkleinert oder erweitert, kurzfristik umgebaut, gemietet oder verkauft werden. Mit ihrer großen Dachfläche eignen sie sich hervorragend als Träger für Photovoltaikanlagen. Diesen Markt nehmen jetzt die Hallenbauer ins Visier. Sie bieten sogenannte Solarhallen als Service aus einer Hand.

Solar- bzw. Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) werden schon seit Jahren auf Hallendächern montiert. Manche Hallenhersteller kooperieren auch mit Anbietern von PV-Anlagen. Relativ neu ist allerdings, dass Hallenbauer gleichzeitig auch Solaranlagen anbieten. Durch diesen Service aus einer Hand erhoffen sie sich zusätzliche Marktchanchen.

Eines dieser Unternehmen ist die team hallenbau GmbH & Co. KG mit Sitz im schleswig-holsteinischen Ahrenviöl. Mit Stahlhallen hat sich die Firma in den letzten Jahren einen Namen gemacht. „Mit innovativen Produkten, hoher Kundenorientierung und einer intensiven Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette konnten wir unseren Wettbewerbsvorteil ausbauen und festigen“, erklärt Niels Hardtmann, kreativer Kopf der Geschäftsführung.

Der Sonne folgen

Zu diesen innovativen Produkten,von denen Hardtmann spricht, gehört der Sündreyer. Hinter dem plattdeutschen Namen verbirgt sich ein rundes Gebäude mit einer drehbaren Dachkonstruktion, um die darauf befindlichen Photovoltaikmodule jederzeit „ins rechte Licht“ zu rücken. Die Idee dazu hatte ein schleswig-holsteinischer Landwirt, der den Stahlbauer Niels Hardtmann und den Zimmermann Thomas Ritter für die Umsetzung gewinnen konnte.

„Stahl ist als Produktionsmittel einfach mit keinem natürlichen Werkstoff zu vergleichen. Es kann in allen benötigten Formen und Größen produziert werden und ermöglicht durch große Spannweiten mit geringen Profilhöhen gerade im gewerblichen und industriellen Bau einen erheblichen Vorteil durch schnelle Verarbeitung“, begründet Hartwig Lammers, ebenfalls Geschäftsführer bei team hallenbau, die Verwendung von Stahl beim Sündreyer. So bietet der Sündreyer modernste Stahlbautechnik in Kombination mit dem Anspruch, alternative Energiequellen bestmöglich auszunutzen.

PV-Module arbeiten nämlich dann am effektivsten, wenn die Sonnenstrahlen möglichst senkrecht auf sie treffen. Selbst bei einer optimal ausgerichteten Halle ist dies aber normalerweise nur in den Mittagsstunden der Fall. Durch die Drehbarkeit der Dachkonstruktion wird jederzeit eine bestmögliche Position der Module erreicht. Im Vergleich zu herkömmlichen PVAnlagen soll, so der Hersteller, neben der garantierten Einspeisevergütung ein Mehrertrag von 25 % erzielt werden können. Dies würde eine schnelle Amortisation der Kosten bedeuten. Außerdem können auch Großanlagen mit über 100 kWp elektrischer Leistung auf dem Sündreyer, der über eine Dachfläche von etwa 700 m2 verfügt, realisiert werden.

Rentabilität und Gewährleistung

Mit rentablen Energieerträgen seiner Energiehalle „Korona“ wirbt auch der Holzmindener Hallenbauer E.L.F Hallen- und Maschinenbau. Das Unternehmen ist Anfang vergangenen Jahres in den Photovoltaikmarkt eingestiegen. E.L.F. sieht klare Vorteile für den Kunden in der Gewährleistung auf Photovoltaikanlagen auf dächern beide Produkte – Halle und PV-Anlage – und in der optimalen Abstimmung während der Planungsphase. E.L.F. bietet für die Halle „Korona“ verschiedene Module an. Dazu gehören u. a. die Premium-Module Korona Pyramid 60 mit einem Wirkungsgrad von bis zu 15,3 %, die in Deutschland produziert werden. Ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis sollen im Ausland produzierte Module bieten, bei denen aber wichtige Komponenten aus Deutschland stammen.

Die Module der Solaranlage werden auf einer eigens dafür entwickelten Unterkonstruktion aus Stahlblechprofilen montiert. Diese Z-Profile haben eine Höhe von ca. 15 cm. Dadurch wird ein optimaler Abstand der Module zur Dachhaut erreicht, der die Hinterlüftung verbessert. Dies wirkt sich nach Herstellerangaben positiv auf die Stromerträge aus. Ein weiterer Vorteil des Montagesystems aus Stahlblech sei, dass die Tragkonstruktion der Halle und das Montagegestell der PV-Anlage aus dem gleichen Material bestehen und so Schäden durch unterschiedliche Materialausdehnung verhindert werden. NordHandwerk / kl


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