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28. Juni 2010ZEWU-Jubiläum: Umwelttechnik für Praktiker

Bereits vor 25 Jahren erkannte die Handwerkskammer Hamburg, dass Umweltschutz nur mit starker Beteiligung des Handwerks zu verwirklichen ist. Konsequenz war die Gründung des ZEWU im Jahr 1985. Was seitdem erreicht wurde: eine Zwischenbilanz zum Jubiläum.
Wenn heute in Hamburg Gebäude mit komplexen energietechnischen Anlagen ausgerüstet oder Altbauten nachträglich gedämmt werden, sind Fachkräfte für Solar- oder Dämmtechnik und Kundendienstmonteure zur Stelle, die über das geforderte Know-how verfügen. Handwerksbetriebe mit ihren qualifizierten Mitarbeitern spielen eine Schlüsselrolle, um bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen in Deutschland um 40 % und bis 2050 um 80 % zu senken.
Abzusehen war dieser Bedeutungszuwachs der Umwelttechnik 1985 noch nicht. Es war Handwerkskammerpräsident Franz Eble, der Weitblick bewies: „Die Umweltprobleme fordern uns heraus, Hamburg zum führenden Standort für neue Umwelttechnologien zu entwickeln.“ Das Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik (ZEWU) startete 1985 als wichtiger Baustein für dieses Ziel. Mit zunächst zehn Mitarbeitern (heute: über 20) sollte es von Beginn an kleine Unternehmen, Facharbeiter und Gesellen an neue Technologien heranführen, die zum Schutz der Umwelt beitragen. Es hatte damit Modellcharakter: In den Folgejahren wurden von Oberhausen bis Freiburg neun weitere Umweltzentren des Handwerks gegründet.
Großer Zuspruch von Anfang an Zu den technischen Beratungsangeboten gesellte sich schnell ein umfangreiches Qualifizierungsangebot, das bis heute ständig weiterentwickelt wird. Der Start des ZEWU glückte: Bereits 1986 kamen über 1.000 Teilnehmer zu rund 50 Veranstaltungen in die Buxtehuder Straße in Harburg. Vielen Absolventen ermöglichte die Zusatzqualifikation den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Nach zahlreichen eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der 1990er Jahre beteiligt sich das ZEWU seit dem Umzug in den Elbcampus an Innovationsvorhaben und Feldtests zu einzelnen Techniken, die mit Partnern wie der Technischen Universität Hamburg-Harburg durchgeführt werden.
Auch in der Zukunft bleibt es Ziel des ZEWU, Handwerker und Betriebe fit zu machen für den Umweltmarkt. Ein eigenes ZEWUmobil-Team berät jährlich 500 Betriebe vor Ort, wie sie Energiekosten senken können. Einen wichtigen Part spielt das ZEWU auch im Veranstaltungsjahr 2011, wenn Hamburg den Titel der Europäischen Umwelthauptstadt führt. Leiter Dr. Kai Hünemörder gibt einen Ausblick: „Mit einer Thementour durch den Elbcampus wollen wir viele Menschen für intelligente Lösungen zur Energieoptimierung begeistern.“ NordHandwerk
(Foto: Die Solartechnik gehört dazu: Das ZEWU berät und qualifiziert in Technologien, die der Umwelt nutzen.)


