ELBCAMPUS

News

15. Juni 2009
Friseur wohnte in Fernseh-Villa

Steve Hensel in der Fernseh-Castingshow "Top Cut".

Blind Frisieren: Der Hamburger Friseurgeselle Steve Hensel war Kandidat der Fernseh-Castingshow „Top Cut“. Foto: VOX/POA/Sigi Jantz

Ein Millionen-Publikum kennt ihn als Steve, den Friseur aus Hamburg. Im März und April stand Steve Hensel im Rampenlicht. Ihn erkannten plötzlich Wildfremde an Ampel und in der U-Bahn. Jugendliche fragten den Friseurgesellen nach Autogrammen. Seinen Ruhm verdankt er der Vox-Castingshow „Top-Cut“. Als einer von zehn Kandidaten zählte er zu den Besten. Gesucht wurde Deutschlands kreativster Friseur. Für den 36-Jährigen reichte es nicht zum Sieg und der damit verbundenen Innenausstattung eines Salons im Wert von 120.000 €. Er belegte den 7. Platz. „Es war für mich trotzdem ein Abenteuer“, so der Angestellte von „Wolf Hair Styling“ in Hamburg.

In einer Phase der Langeweile, die Steve Hensel nach eigenem Bekunden eine Woche jährlich hat, brachte ihm seine Schwester Bewerbungsunterlagen der Castingshow mit. Das Sendeformat kannte er bereits aus Amerika und bewarb sich prompt übers Internet. Wenige Wochen später lud ihn der Sender als einen von 840 Kandidaten ein. Während des Castings kreierte er einen Haarschnitt, wurde interviewt und stand plötzlich in der Runde der besten zehn, die drei Wochen lang in eine Münchner Villa einziehen durften. Was die Fernsehzuschauer nicht mitbekamen – die Sendung wurde schon im Oktober aufgezeichnet. Sein Arbeitgeber stellte ihn für sein „größtes Abenteuer“ frei. Was ab März sieben Wochen immer Sonntagabends ausgestrahlt wurde, zeichnete das Team innerhalb von drei Wochen auf. „So war es für uns noch nervenaufreibender, als es später zu sehen war“, so Hensel.

Als er längst schon wieder Kunden in Hamburg stylte, sahen diese die Bilder der Show und fieberten mit ihm mit. Steve Hensel verriet ihnen nichts, um die Spannung zu wahren. Die Dreharbeiten erlebte der Friseur so: „Wir standen unter ständiger Kamera-Beobachtung. Selbst in privaten Momenten fühlte ich mich verfolgt.“ Täglich stellte er sich neuen Aufgaben. Nur selten waren diese mit seinem Alltag vergleichbar. So musste er in den Challenges blind frisieren oder mit einer Heckenschere schneiden – alles unter den strengen Blicken der Jury, bestehend aus Santino Primavera und Carime Bartholomé sowie Gastjuroren, wie beispielsweise Sandy Meier-Wölden, Wolfgang Lippert oder Udo Walz. Letzterer gab ihm viele Tipps und lobte sein Geschick. Besonders gut schnitt Steve Hensel beim Umstylen eines Modells ab, die er in Angelina Jolie verwandelte. Er kennt die Show-Branche und frisierte bereits Sylvie van der Vaart, Naomi Campell oder Charlie Zeron. „Schwieriger war es für mich, eine fremde Passantin umzustylen. Da habe ich mich zeitlich verkalkuliert und schied aus“, so Hensel, der in 15 Jahren als Friseur in namhaften Hamburger und Bremer Salons sein Handwerk erlernte. NordHandwerk


Seminar suchen

 

ELBCAMPUS Kompetenzzentrum Handwerkskammer Hamburg

Zum Handwerkszentrum 1
Weiterbildungsberatung:
Tel.: 040 35905-777
 

Seminare auf einen Blick

Jetzt Angebote finden!
Das Weiterbildungsangebot der Handwerkskammer Hamburg.
 

Newsletter

Damit Sie immer aktuell informiert sind, bieten wir Ihnen unseren Newsletter-Service an.