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11. September 2008Gebäudeenergieberater - Kompetenter Partner für die Kunden

Gebäudeenergieberater können viel mehr als nur Energieausweise ausstellen. Sie sind Experten für die professionelle energetische Bewertung von Immobilien und die Entwicklung individueller Modernisierungskonzepte. Die Nachfrage wächst.
Seit zehn Jahren bieten die Fortbildungseinrichtungen der Handwerkskammern die Zusatzqualifikation „Geprüfter Gebäudeenergieberater/HWK“ an. Was als Nischenprodukt für ambitionierte Spezialisten begann, hat sich inzwischen fest etabliert. Die Ausbildung ist im Bundesprogramm „Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden“ staatlich anerkannt.
„Der Run auf die Fortbildung setzte ein, als 2002 die Energieausweise Thema wurden“, erzählt Jochim Weise, 1. Vorsitzender des „VNGE-Verbands Norddeutscher Gebäudeenergieberater“, der Interessenvertretung für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Er gehörte zu den ersten Absolventen. Seit dem dritten Lehrgang bildet er als Dozent in Lübeck und Flensburg selbst aus. Dabei findet Weise die Fokussierung auf den Energieausweis irritierend. Ökonomisch betrachtet sei das ein kleiner Zusatzverdienst und fachlich nicht gerade anspruchsvoll. Interessanter sei die Beratung im Zusammenhang im Kfw-Krediten. Seit Herbst vergangenen können Gebäudeenergieberater des Handwerks als Sachverständige im KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm tätig werden.
Ausschlaggebend für die Entscheidung, die 200-stündige Ausbildung zu absolvieren, sei letztlich jedoch die Nachfrage der Kunden. Immobilienbesitzer haben, so Jochim Weise, einen enormen Beratungsbedarf hinsichtlich der sparsamen und intelligenten Energienutzung. Das Interesse an energetischen Modernisierungskonzepten sei heute schon ausgeprägt und werde weiter wachsen. Jeder Meister aus den Bau-, Ausbau- und anlagentechnischen Handwerken, „wird sich damit auskennen müssen. Wer sich abschottet, hört irgendwann auf, für den Kunden ein kompetenter Ansprechpartner zu sein“, ist sich Jochim Weise sicher. (NordHandwerk/tm)
(Foto: Jochim Weise, 1. Vorsitzender des VNGE-Verbands Norddeutscher Gebäudeenergie-berater.)
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